Jugendarbeit: Unterschied zwischen den Versionen

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Sie beginnt im 19. Jahrhundert mit der Gründung von Kirchen- und Sozialvereinen (z.B. Evangelischer Jünglingsverein oder Gesellenvereine), die sich vor allem um sozialpolitische Schwierigkeiten kümmern.  
 
Sie beginnt im 19. Jahrhundert mit der Gründung von Kirchen- und Sozialvereinen (z.B. Evangelischer Jünglingsverein oder Gesellenvereine), die sich vor allem um sozialpolitische Schwierigkeiten kümmern.  
  
Im Jahre 1901 gründete sich in der Stadt Berlin der "Wandervogel - Ausschuss für Schülerfahrten", womit das Bedürfniss laut wurde sich der Natur und dem Abenteuer zuzuwenden. Damit entstand der erste "Verein", der ausschließlich auf sinnvolle Freizeitbeschäftigung ausgerichtet war.
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Im Jahre 1901 gründete sich in der Stadt Berlin der "Wandervogel - Ausschuss für Schülerfahrten", womit das Bedürfniss laut wurde sich der Natur und dem Abenteuer zuzuwenden. Damit entstand der erste "Verein", der ausschließlich auf sinnvolle Freizeitbeschäftigung ausgerichtet war.  
  
Am Ende des 1. Weltkrieges wurde der "Wandervogel" aufgelöst und an seine Stelle traten die ersten Bünde, die zunächst kaum untereinander verwoben waren. Diese Vernetzung geschah institutionell erst 1947 mit der Gründung eines kirchlichen Dachverbands [[BDKJ]] - auf Betreiben der Bischöfe - und 1949 mit der Gründung des Deutschen Bundesjugendrings seitens des Staates.
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Am 13.11.1911 wurde der halbstaatliche Organisation "Jungdeutschland", der auch der im selben Jahr von [[Alexander Lion]] gegründete Deutsche Pfadfinderbund angehörte. Denn im "Jungdeutschland" zusammengeschlossenen Verbänden ging es um Erziehung zu treuen Staatsbürgern und um vormilitärische Ausbildung.
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Im Gegensatz zum Wandervogel handelte es sich um Jugendpflege von oben, statt um Jugendbewegung von unten.
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Nach dem ersten Weltkrieg kam es zur Annäherung der [[Pfadfinder]] und Wandervögel die [[Bündisch]]e Jugend entstand. Die Deutsche Freischar-Bund der Pfadfinder und Wandervögel, war einer der pürägenden Bünde. Es gáb aber weiterhin selbständige Wandervogel und Pfadfinderbünde. Neugründungen gab es in beiden Bereichen z.B. Nerother Wandervogel und Neupfadfinder.
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1921 wurde der  "Reichsausschuss deutscher Jugendverbände"  gegründet. In ihm waren Jugendverbände und Bünde mit etwa 5 Mio. Mitgliedern zusammengeschlossen. Am 22.6.1933 durch Anordnung des Reichsjugendführers Baldur Schirach aufgelöst.
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Im 3.Reich war freie Jugendarbeit verboten, Jugendarbeit war Aufgabe der Hitler- Jugend.
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Nach 1945 wurde die freie Jugendarbeit wieder neu aufgebaut und organisiert z.B.1947 mit der Gründung eines kirchlichen Dachverbands [[BDKJ]] - auf Betreiben der Bischöfe - und 1949 mit der Gründung des Deutschen Bundesjugendrings seitens des Staates.
  
 
==Aufgaben der Jugendarbeit==
 
==Aufgaben der Jugendarbeit==

Version vom 29. März 2007, 13:16 Uhr

Mit dem Begriff Jugendarbeit wird heute die Erziehung von Kindern und Jugendlichen bezeichnet, die folgende Merkmale zeigt (Giesecke, Die Jugendarbeit, München 1980):

  • organisiert von öffentlichen (z.B. Pfarreien, kirchl. Verbände)oder freien (z.B. Wohlfahrtsverbände)Trägern
  • freiweillige Teilnahme der Jugendlichen
  • Interessenorientiertes Arbeiten
  • findet in der Freizeit statt
  • Partizipation der Kinder bei Angeboten (z.B. Kindermitbestimmung)
  • Erwachsene dienen als Berater (also nicht als alles bestimmender Führer, sondern Leiter - siehe Leiter vs. Führer)

Geschichte der Jugendarbeit

Sie beginnt im 19. Jahrhundert mit der Gründung von Kirchen- und Sozialvereinen (z.B. Evangelischer Jünglingsverein oder Gesellenvereine), die sich vor allem um sozialpolitische Schwierigkeiten kümmern.

Im Jahre 1901 gründete sich in der Stadt Berlin der "Wandervogel - Ausschuss für Schülerfahrten", womit das Bedürfniss laut wurde sich der Natur und dem Abenteuer zuzuwenden. Damit entstand der erste "Verein", der ausschließlich auf sinnvolle Freizeitbeschäftigung ausgerichtet war.

Am 13.11.1911 wurde der halbstaatliche Organisation "Jungdeutschland", der auch der im selben Jahr von Alexander Lion gegründete Deutsche Pfadfinderbund angehörte. Denn im "Jungdeutschland" zusammengeschlossenen Verbänden ging es um Erziehung zu treuen Staatsbürgern und um vormilitärische Ausbildung. Im Gegensatz zum Wandervogel handelte es sich um Jugendpflege von oben, statt um Jugendbewegung von unten.

Nach dem ersten Weltkrieg kam es zur Annäherung der Pfadfinder und Wandervögel die Bündische Jugend entstand. Die Deutsche Freischar-Bund der Pfadfinder und Wandervögel, war einer der pürägenden Bünde. Es gáb aber weiterhin selbständige Wandervogel und Pfadfinderbünde. Neugründungen gab es in beiden Bereichen z.B. Nerother Wandervogel und Neupfadfinder. 1921 wurde der "Reichsausschuss deutscher Jugendverbände" gegründet. In ihm waren Jugendverbände und Bünde mit etwa 5 Mio. Mitgliedern zusammengeschlossen. Am 22.6.1933 durch Anordnung des Reichsjugendführers Baldur Schirach aufgelöst.


Im 3.Reich war freie Jugendarbeit verboten, Jugendarbeit war Aufgabe der Hitler- Jugend.


Nach 1945 wurde die freie Jugendarbeit wieder neu aufgebaut und organisiert z.B.1947 mit der Gründung eines kirchlichen Dachverbands BDKJ - auf Betreiben der Bischöfe - und 1949 mit der Gründung des Deutschen Bundesjugendrings seitens des Staates.

Aufgaben der Jugendarbeit

Jugendarbeit, die die oben genannten Merkmale besitzt, nimmt folgende Aufgaben wahr:

  • sie ist Ort sinnvoller Freizeitgestaltung
  • sie ist Ort sozialen Lernens
  • sie ist Ort politischen Lernens

(Hobmair, Pädagogik, Köln 1994)

Formen der Jugendarbeit

Neben der Hauptform, dem projektorientierten Lernen in Kleingruppen (Hierdeis, Erziehungsinstitutionen, Donauwörth 1983) findet Jugendarbeit vor allem statt

  • in Jugendgruppen (z.B. Pfadfinder)
  • in Institutionen (z.B. Jugendzentren, Bildungshäuser)
  • bei Einzelveranstaltungen (z.B. Wettkämpfen)

Probleme

Jugendarbeit sieht sich immer schon auch mit Problemen konfrontiert. Die immer breiter werdenen Wünsche von Jugendlichen können nicht immer erfüllt werden, sie zeigen häufiger Desinteresse an Angeboten, Vorurteile gegenüber Jugendarbeit seitens der Gesellschaft, zeitlicher Aspekt der Mitarbeiter, finanzielle Probleme (z.B. bei der Unterhaltung von professionellen Hauptberuflichen) und die Erwartungshaltung des Trägers.

Weblinks