Pfadfinder-Gilde Österreichs

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Vorlage:Verband In Österreich organisieren sich 3192 Mitglieder in über 100 Gilden, die zwar jeweils einen eigenen Verein darstellen, sich aber dennoch oft in einem Naheverhältnis zur "Heimatgruppe" (PPÖ oder ÖPB) befinden. Die Pfadfinder-Gilde Österreichs ist Gründungsmitglied der internationalen Organisation ISGF (International Scout and Guide Fellowship), seit 1953. Die Zeitschrift für Gilde Pfadfinder in Österreich ist der "Gildenweg" (Gildenweg Online) .

Geschichte

Seit 1948 gibt es Altpfadfindergilden in Österreich. Seit 1951 gibt es den gemeinsamen Gildeverband unter dem Namen "Verband Altpfadfinder-Gilde Österreichs" (VAPGÖ). Der Name des Verbandes wurde 1953 auf "Verband der Altpfadfindergilde Österreichs" (VAPGÖ) und 1979 auf "Pfadfinder-Gilde Österreichs" (PGÖ) geändert.

In der ersten Republik (1918-38) gab es bereits den "Österreichischen Verband ehemaliger Pfadfinder" für die Altpfadfinder.

Organisation

Zusammengefasst sind die Gilden Österreichs regional in Distrikte.

Es gibt folgende Distrikte:

  • Distrikt Niederösterreich Nord
  • Distrikt Niederösterreich Süd-Ost
  • Distrikt Niederösterreich West
  • Distrikt Oberösterreich
  • Distrikt Salzburg/Tirol
  • Distrikt Süd (Steiermark, Kärnten und Burgenland)
  • Distrikt Vorarlberg

Als Gilde außerhalb der Distrikte, direkt beim Verband gibt es die Zentralgilde, in ihr sind alle Mitglieder zusammengefasst, die keiner anderen Gilde angehören (z.B. weil es an ihrem Wohnort keine gibt).

Was machen Gilden?

Soziales Engagement (z.B."Adoption" eines indischen Dorfs, Hilfe für Waisenhäuser in Rumänien, Besuche in Altersheimen, Hilfe für Behinderte, Blutspenden, Krebshilfe, Hilfe für Bergbauernkinder, Flohmärkte für "gute Zwecke", finanzielle "Adoption" von SOS-Kinderdorfkindern), Gilde und Kultur(z.B. ein Museum oder Archiv betreiben, Theatergruppen, Vorträge organisieren, Gottesdienste mitgestalten, Denkmalpflege, Brauchtumspflege), Sport und Geselligkeit(Bälle organisieren, Tanzkurse, Segeln, Radtouren, Wanderungen, Reisen...), Unterstützung der Pfadfinderjugend (z.B. durch finanzielle Unterstützung, Lobbying,Weitergabe von Know-How, Organisation von Ausbildungskursen und Wettkämpfen, Mitarbeit auf Großlagern,...).

Für junge Familien gibt es ein speziell zugeschnittenes Programm, das Family-Scouting genannt wird.

Wer kann Mitglied einer Gilde werden

Erwachsene, die aus der Pfadfinderjugendbewegung hervorgegangen, sowie Erwachsene die sich den Werten der Pfadfinderei anschliessen.

Gildemitglieder wollen das in der Jugend abgelegte Pfadfinderversprechen in einer für Erwachsene passenden Form leben und die Pfadfinderjugend unterstützen.

Gesetz und Versprechen

Wir sind eine Weltgemeinschaft von Erwachsenen, welche eine Lebensform bejahen, die in den Grundwerten des Pfadfindertums ihre Basis hat. Wir wollen unsere Begabungen und Fähigkeiten entwickeln, nützen und in den Dienst der Gemeinschaft stellen; im Sinne des Glaubens den Weg zu Gott suchen; Toleranz üben, den Mitmenschen achten, verstehen und ihm zu helfen versuchen; die Freiheit des Einzelnen und der Gemeinschaft achten, solange nicht Freiheit und Rechte anderer geschmälert werden; unser Bekenntnis zur österreichischen Heimat und unser demokratisches Verständnis stärker verwirklichen; nicht nur Anteil nehmen an Kultur, sondern sie auch fordern und mitgestalten; alle Bereiche der Natur schützen und wahren und Zerstörung der Umwelt verhindern helfen; die Pfadfinderbewegung nach besten Kräften fördern.

Wir versprechen im Geiste des weltumspannenden und völkerverbindenden Pfadfindertums uns jederzeit für die Erfüllung dieser Gesetze einzusetzen.

Ausbildung

Für Funktionäre und Gildenmeister gibt es bei der Pfadfinder-Gilde Österreichs eine umfassende Ausbildung:

  • Das Verbandsforum für Führungskräfte
  • Die Woodbadgekurse
  • Das Verbandsforum der Pfadfinder-Gilde Österreichs

Genauere Informationen sind hier zu finden: http://www.pfadfinder.at/gilde/wir/ausbildung.html

Europäische Forum der Gilde-Pfadfinder

Eine wichtige Veranstaltung für Gildepfadfinder in Europa ist das "Europäische Forum der Gilde-Pfadfinder" in Großarl[1], jedes Jahr im Jänner.

1968 fand in Großarl das "Regionaltreffen der Alpenländer" der Gilde-Pfadfinder statt. 92 Teilnehmer aus 5 Ländern waren damals dabei. Mittlerweile treffen sich jährlich zwischen 300 und 500 Gilde-Pfadfinder aus 15 oder mehr Staaten zu einer Woche der Begegnung untereinander und mit der Bevölkerung. Das Programm umfaßt eine Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, kulturelle Schwerpunkte, Geelligkeit, Sport, Naturerlebnisse, Gesprächsrunden und Austellungen. Für das "Forumsgespräch können und konnten namhafte Referenten gewonnen werden wie Dr.Otto von Habsburg, Heinz Zemanek [2], der Raumfahrer Franz Viehböck oder der österreichische Nationalbankpräsident Dr.Koren. 1975 konnte in Großarl (dem damals kinderreichsten Dorf Österreichs) der Kinderspielplatz "Insel der Kinder" errichtet werden. Ermöglicht hatten diesen Spielplatz das Europäische Forum der Altpfadfinder, der "Verband der Altpfadfindergilde Österreichs" und die "Pfadfinder Österreichs". Ein Schild mit der Aufschrift:"Kinderspielplatz gewidmet von den Altpfadfindergilden Europas" erinnert noch heute daran. 1981 übergab der Abgeordnete zum Europarat Dr.Günther Müller bei der Eröffnung des "13.Europäischen Forums der Altpfadfinder" die vom Europarat an Großarl verliehene Europafahne. Das 10. und 20.Forum wurde jeweils vom amtierenden österreichischen Bundespräsidenten eröffnet. 1999 konnte das Europäische Forum der Gilde-Pfadfinder, dank Spenden der Gilde-Pfadfinder aus ganz Europa und der Großarler Bevölkerung, einen Brunnen in Äthiopien im Rahmen von "Menschen für Menschen" errichten.

Mehr Informationen sind hier zu finden: Offizieller Webauftritt des Europäische Forum der Gilde-Pfadfinder

Denkmäler

In Großarl befinden sich folgende Denkmäler, die Denkmäler der Gilde-Pfadfinder Europas sind:

  • der Europatisch, 1979
  • der Himmelsknoten,1984/2000(erneuert)
  • der Pfadfindergruß,1998

Weblinks