Kompass: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Kompass''' ist ein Messgerät zur Bestimmung einer Richtung. Üblicherweise und bei Pfadfindern oft genutzt sind magnetische Kompasse, der mit einer metallenen Nadel durch das Erdmagnetfeld die Nordrichtung anzeigt. Andere Kompasse funktionieren als Kreiselkompass (Verwendung z.B. in der Raumfahrt), oder als elektronischer Kompass (z.B. in GPS-Geräten oder verschiedenen Handys).
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'''''Magnetkompaß:''''' Er besitzt eine dauermagnetisierte Metallnadel, die im Erdmagnetfeld ausgerichtet wird. Der Kompass ist hinreichend genau, so lange er nicht abgelenkt wird (Elektrisches Feld, z.B. Stromleitungen, oder Veränderung des Magnetfelds durch Eisen), bzw. so lange die Magnetisierung der Kompassnadel nicht verändert oder zerstört wird (starkem elektrischen oder magnetischen Feld ausgesetzt, starke Stoßbelastung, ...).
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'''''Kreiselkompass:''''' Ein Rotationskörper wird in schnelle Drehung versetzt. Seine Drehachse, die auf Nordrichtung justiert wird, ist in möglichst reibungsarmen Lagern mehrfach kardanisch im Gehäuse aufgehängt. Durch diese Aufhängung kann sich das Gehäuse frei gegenüber dem Rotationskörper verdrehen, ohne daß die Drehachse des Rotationskörpers abgelenkt wird. Es gibt allerdings einen kritischen Zustand, wenn alle Drehachsen der kardanischen Aufhängung und die Drehachse des Rotationskörpers nahezu deckungsgleich sind. Dadurch kann die Drehachse des Rotationskörpers stark ausgelenkt werden, der Kreiselkompass wird dadurch unbrauchbar und müßte erst wieder neu kalibriert werden (siehe auch Szene im Film ''"Apollo 13"'' kurz nach der Sauerstofftank-Explosion).
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Nicht versuchen unter Stromleitungen oder Stahlkonstruktionen zu peilen, da unter Umständen ungenaue Ergebnisse die Folge sind. (Magnetfelder!) Auch den Kompass selbst niemals in Magnetfelder bringen, da er dabei "entmagnetisiert" oder gar umgepolt werden könnte, was ihn funktionsuntüchtig macht. Einen Kompass niemals werfen, da es sich um ein "Präzisionsgerät" handelt.  
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Version vom 18. Juli 2007, 09:39 Uhr

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Der Kompass ist ein Messgerät zur Bestimmung einer Richtung. Üblicherweise und bei Pfadfindern oft genutzt sind magnetische Kompasse, der mit einer metallenen Nadel durch das Erdmagnetfeld die Nordrichtung anzeigt. Andere Kompasse funktionieren als Kreiselkompass (Verwendung z.B. in der Raumfahrt), oder als elektronischer Kompass (z.B. in GPS-Geräten oder verschiedenen Handys).

Funktionsweise

Magnetkompaß: Er besitzt eine dauermagnetisierte Metallnadel, die im Erdmagnetfeld ausgerichtet wird. Der Kompass ist hinreichend genau, so lange er nicht abgelenkt wird (Elektrisches Feld, z.B. Stromleitungen, oder Veränderung des Magnetfelds durch Eisen), bzw. so lange die Magnetisierung der Kompassnadel nicht verändert oder zerstört wird (starkem elektrischen oder magnetischen Feld ausgesetzt, starke Stoßbelastung, ...).

Kreiselkompass: Ein Rotationskörper wird in schnelle Drehung versetzt. Seine Drehachse, die auf Nordrichtung justiert wird, ist in möglichst reibungsarmen Lagern mehrfach kardanisch im Gehäuse aufgehängt. Durch diese Aufhängung kann sich das Gehäuse frei gegenüber dem Rotationskörper verdrehen, ohne daß die Drehachse des Rotationskörpers abgelenkt wird. Es gibt allerdings einen kritischen Zustand, wenn alle Drehachsen der kardanischen Aufhängung und die Drehachse des Rotationskörpers nahezu deckungsgleich sind. Dadurch kann die Drehachse des Rotationskörpers stark ausgelenkt werden, der Kreiselkompass wird dadurch unbrauchbar und müßte erst wieder neu kalibriert werden (siehe auch Szene im Film "Apollo 13" kurz nach der Sauerstofftank-Explosion).

Aufbau

Kompass-Aufbau
  1. Kompassgehäuse
  2. Deckel
  3. Spiegel
  4. Visiereinrichtung (a) Korn, b) Kimme)
  5. Magnetnadel mit Feststellhebel
  6. Skala
  7. Anlegekante
  8. Richtungspfeil
  9. Halterung


Über den Umgang mit dem Kompass

Kompass Anwendung
  • Kompass waagerecht halten!
  • Um z.B. Osten anzupeilen, die O-Markierung auf den Strich beim Spiegel stellen.
  • Sich nun solange (langsam) um die eigene Achse drehen, bis die Nadel auf Norden zeigt.
  • Nun über Kimme und Korn einen weit entfernten (gut sichtbaren) Punkt anpeilen und diesen sich gut merken.
  • Dieser Punkt ist von deinem Standpunkt genau im Osten.
  • Andere Himmelsrichtungen werden ebenso bestimmt.

Zu beachten ist

Nicht versuchen unter Stromleitungen oder Stahlkonstruktionen zu peilen, da unter Umständen ungenaue Ergebnisse die Folge sind. (Magnetfelder!) Auch den Kompass selbst niemals in Magnetfelder bringen, da er dabei "entmagnetisiert" oder gar umgepolt werden könnte, was ihn funktionsuntüchtig macht. Einen Kompass niemals werfen, da es sich um ein "Präzisionsgerät" handelt.

Selber machen

Kompasse lassen sich mit relativ einfachen Mitteln auch selbst herstellen. (Bastelanleitungen folgen, bzw. selbständig hier einfügen)

Weblinks