Jugendarbeit

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Mit dem Begriff Jugendarbeit wird heute die Erziehung von Kindern und Jugendlichen bezeichnet, die folgende Merkmale erfüllt (Giesecke, Die Jugendarbeit, München 1980):

  • organisiert von öffentlichen oder freien Trägern
  • freiweille Teilnahme der Jugendlichen
  • Interessenorientiertes Arbeiten
  • findet in der Freizeit statt
  • Partizipation der Kinder bei Angeboten
  • Erwachsene dienen als Berater

Geschichte der Jugendarbeit

Sie beginnt im 19. Jahrhundert mit der Gründung von Kirchen- und Sozialvereinen (z.B. Evangelischer Jünglingsverein oder Gesellenvereine), die sich vor allem um sozialpolitische Schwierigkeiten kümmern.

Im Jahre 1901 gründete sich in der Stadt Berlin der "Wandervogel - Ausschuss für Schülerfahrten", womit das Bedürfniss laut wurde sich der Natur und dem Abenteuer zuzuwenden.

Am Ende des 1. Weltkrieges wurde der "Wandervogel" aufgelöst und an seine Stelle traten die ersten Bünde, die zunächst kaum untereinander verwoben waren. Diese Vernetzung geschah institutionell erst 1949 mit der Gründung des Deutschen Bundesjugendrings.

Aufgaben der Jugendarbeit

Jugendarbeit, die die oben genannten Vorraussetzungen erfüllt, nimmt folgende Aufgaben wahr:

  • sie ist Ort sinnvoller Freizeitgestaltung
  • sie ist Ort sozialen Lernens
  • sie ist Ort politischen Lernens

(Hobmair, Pädagogik, Köln 1994)

Formen der Jugendarbeit

Neben der Hauptform, dem projektorientierten Lernen in Kleingruppen (Hierdeis, Erziehungsinstitutionen, Donauwörth 1983) findet Jugendarbeit vor allem statt

  • in Jugendgruppen (z.B. Pfadfinder)
  • in Institutionen (z.B. Jugendzentren, Bildungshäuser)
  • bei Einzelveranstaltungen (z.B. Wettkämpfen)

Probleme

Jugendarbeit sieht sich immer schon auch mit Problemen konfrontiert. Die immer breiter werdenen Wünsche von Jugendlichen können nicht immer erfüllt werden, sie zeigen häufiger Desinteresse an Angeboten, Vorurteile gegenüber Jugendarbeit seitens der Gesellschaft, zeitlicher Aspekt der Mitarbeiter, finanzielle Probleme (z.B. bei der Unterhaltung von professionellen Hauptberuflichen) und die Erwartungshaltung des Trägers.

Weblinks