Hamburger Singewettstreit

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Hamburger Singewettstreit 1957 am Jungfernstieg in Hamburg
Hamburger Singewettstreit 1963 in der Musikhalle in Hamburg
Hamburger Singewettstreit 1994 im Congress Centrum Hamburg. 3000 Zuhörer im Saal

Der Hamburger Singewettstreit ist eine traditionsreiche Veranstaltung, auf der sich junge Leute aus vielen bündischen, Pfadfinder- aus ganz Deutschland und machmal auch aus dem Ausland in der Sangeskunst messen. Er findet jedes Jahr in Hamburg statt. Der Singewettstreit ist der größte musikalische Wettstreit in der Überbündischen Szene in Deutschland.

Während er zu seinem Beginn (1955 bis 1963) von jungenschaftlichen Bünden aus Hamburg dominiert wurde, prägen heute pfadfinderische Gruppen die jährliche Veranstaltung im „Audimax“ der Hamburger Universität.

Orte der Veranstaltung

In den Jahren 1955 bis 1977 fanden die Wettstreite nicht alljährlich statt.

Die angaben sind nicht vollständig.

  • 1955 in der Schule am Mittelweg, Hamburg



  • 1962 Audimax Hamburg. Teilnehmer: die Jungdeutschen Adler, die Fahrenden Gesellen, die deutsche jungenschaft 53 (dj53), die fkk-jugend, die autonome jungenschaft Hamburg, die hansische jungenschaft und die graue jungenschaft. Ausrichter: Ring Bündischer Jugend.



  • 1966 Audimax Hamburg. Teilnehmer: Singegruppen: die hansische jungenschaft horte karlsburg, die Fahrenden Gesellen, die Mädchenhorte der Skara und die Mädchenhorte der Trucht. Bundeschöre: graue Jungenschaft Hamburg, die Evangelischen Mädchenpfadfinderinnen, Schar Lohengrin, die Trucht Hamburg und der Deutsche Wanderbund.

Der Neuanfang

Der erste neue Hamburger Singewettstreit fand am 17. Februar 1978 unter dem Namen

Singewettstreit der Altpfadfindergilde Hamburg e.V. im Audimax der Universität Hamburg statt.

  • 1978 bis 1983 im Audimax Hamburg
  • 1984 bis 1998 im Congerss Centrum (CCH) Hamburg
  • 1999 bis heute im Audimax Hamburg

Der Singewettstreit heute

Die teilnehmenden Gruppen treten in verschiedenen Kategorien gegeneinander an. Dadurch sollen ihre Altersstruktur und die Möglichkeiten, die bei der Auswahl der Sänger bestehen, berücksichtigt werden. In einer Vorentscheidung werden die besten Gruppen ermittelt, die dann abends auf der Bühne ihr Glück versuchen können.

Die Singegruppen singen und musizieren in vier verschiedenen Kategorien:

Für die Kategorien 1), 2) und 3) gilt: Es dürfen nur Fahrteninstrumente verwendet werden, das heißt solche, die üblicherweise auf Fahrten mitgenommen werden wie Gitarren, Flöten, Geigen usw. Instrumente, die keinen Stromanschluss erfordern.

Zuhören

Man kann nicht nur mitsingen, sondern auch zuschauen. Da die Eintrittskarten immer knapp sind, gibt es einen Kartenvorverkauf. Der Singewettstreit wird von einem Markt begleitet. Dort kann man sich über interessante Projekte informieren, aber auch mit ansonsten schwierig zu beschaffenden Dingen wie alte und neue Liederbüchern, Tonträger, Lederhosen eindecken.

Vorbereitungskreis

Schon seit jeher wird der Hamburger Singewettstreit von Menschen aus verschiedenen Bünden gestaltet und verantwortet. Ein Blick auf den Vorbereitungskreis und den Singewettstreit vergangener Jahre und Jahrzehnte lässt uns in der Verschiedenheit eine große Bereicherung erkennen. Nicht die Festlegung auf einen Stil, sondern die Offenheit gegenüber den unterschiedlichsten Ausprägungen der Bünde gehört deshalb schon immer zum Charakter des Singewettstreits.

Fazit

Der Hamburger Singewettstreit ist:

  • ein Spiegel überbündischer Singkultur über Jahrzehnte und über Bundes- und Landesgrenzen hinaus
  • ein Treffpunkt für die unterschiedlichsten bündischen Gruppen: Wandervögel, Jungenschaften, Mädelschaften, Pfadfinder und viele mehr
  • ein Marktplatz für die lebendigen Singkulturen der teilnehmenden Gruppen und für Lieder zwischen Volkslied, Shanty und Fahrtenlied
  • eine Bühne der Herausforderung, des Glücks und der Originalität.

Ziele:

  • viele Überbündische Gruppen aus allen Landen zum Mitsingen und Mitstreiten einladen
  • gutes, anspruchsvolles Singen fördern
  • neue Ideen willkommen heißen
  • ausgetretene Pfade verlassen und andere dabei mitnehmen
  • bündische Gruppen zu authentischem Singen herausfordern
  • Impulse in die Gruppen zurückgeben
  • die Menschenwürde achten
  • weder Minderheiten noch Volksgruppen oder Rassen diskriminieren

Publikationen

  • Dokumentation:
  • Liederhefte zum jeweiligen Singewettstreit 1978 bis heute.
  • Festschrift Teil 1: Chronik der Hamburger Singewettstreite 1955 – 2007, Beiträge verschiedener Autoren. Eigenverlag 2007.
  • Festschrift Teil 2: Alle Singegruppen 1955 – 2006 nach Jahren geordnet. Eigenverlag 2007.
  • Wanderausstellung 1955 bis 2007: Darstellung des musischen Spektrums des Hamburger-Singewettstreits. Die Ausstellung steht gegen Kostenerstattung zur Verfügung.

Diskografie

  • Schallplatte: Hamburger Singewettstreit 1962; Querschnitt durch den Wettstreit; 6 Lieder. Herausgeber: THOROFON; 1962
  • Schallplatte: Hamburger Singewettstreit 1963; Querschnitt durch den Wettstreit; 6 Lieder. Herausgeber: THOROFON; 1963
  • MC: Hamburger Singewettstreit 1962; Herausgeber: Bündisches Audio 1978
  • MC: Hamburger Singewettstreit 1963; Herausgeber: Bündisches Audio 1978
  • MC: Hamburger Singewettstreit 1966; Herausgeber: Bündisches Audio 1980
  • MC / CD: Hamburger Singewettstreit 1978 - 2001; Herausgeber: Bündisches Audio 1978 - 2001
  • CD: "15 Jahre Hamburger Singewettstreit", (1978 - 1992); eine Dokumentation. Herausgeber: THOROFON und Bündisches Audio; 1993. Gruppe und Lied CTH 2189
  • Archiv Tonträger 1955 - 2004

Auszeichnungen

  • Der Hamburger Singewettstreit war nominiert für den Deutschen Musikpreis ECHO Klassik 2010 "Sonderpreis für Nachwuchsförderung".

Weblinks

Siehe auch: Würzburger Singewettstreit