Diskussion:Koedukation

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"Durch ein Verbot der Koedukation kann auch sexuellen Übergriffen vorgebeugt werden." Zitat von "http://www.scout-o-wiki.de/index.php/Koedukation"

Diesen Satz halte ich für gefährlich. Wenn dem so wäre, dann müsste logischerweise an allen Orten der Welt und zu jeder Zeit das Aufeinandertreffen der beiden Geschlechter verboten werden um Übergriffe zu verhindern. Zudem ist es psychologisch gesehen genau Umgekehrt! Ein voneinander Trennen verhindert die gesunde Annäherung an das andere Geschlecht. Es ist z.B. erwiesen, dass an reinen Mädchenschulen ein höherer Schwangerenanteil (unter Teens) herrscht als an gemischten Schulen. Das führen Psychologen darauf zurück, dass die Sehnsucht die Schülerinnen früher in eine Beziehung führt; zudem ist der Drang mit einem Freund anzugeben höher.


Ok, grundsätzlich stimme ich dir hier zu. Ich hatte da allerdings an das mir bekannte Beispiel Junge führt Mädchensippe gedacht. Das ist meiner Meinung nach nicht so das wahre. Sollte allerdings noch näher erläutert werden, werde deshalb den Satz rausnehmen. Gruß RAH-66

Ok. Dann schreib doch bitte was Du meinst bzw. weißt so ausführlich, das keine Interpretaionen möglich sind - ich weiß, das ist nicht leicht, gelingt mir auch nicht immer. --CD 19:27, 6. Nov 2006 (CET)

Komplette Überarbeitung vorgeschlagen

Hi, nochmal. Ich muss jetzt nochmal was loswerden. Auch die Aussage: Jungs machen eher "Rauf-Spiele" und Mädchen basteln lieber sehe ich auch ziemlich schwierig. Bei uns in Bayern werden in der Schule ganz bewußt im Fach WTG (Werken/Textiles Gestalten) beide Geschlechter an FRÜHER geschlechtsspezifische Arbeiten herangeführt. Also Jungs lernen Stricken und Mädchen das Prägen von Kupferblech usw. Ich finde, gerade in der deutschen Jugendarbeit und in den wirklich großen Pfadfinderverbänden ist das schon lange kein Thema mehr. Nach meiner Erfahrung kann man keine klare Grenzziehung mehr machen. In den Gruppenstunden, die ich halte, machen Mädchen genau so gerne Action wie Jungs mal lieber eine Kerze verzieren. Und weil das schon lange nicht mehr so ist, haben die großen Verbände die Trennung auch aufgehoben!

Ganz im Gegenteil: Ich behaupte: Verbände, die eine Geschlechtertrennung durchziehen, sind nicht nur Rückständig, sondern verweigern den Kindern und Jugendlichen - und letztlich auch unserer Gesellschaft - die Möglichkeit, dass beide Geschlechter lernen in einem gesunden Verhältnis aufeinander zuzugehen und voneinander und aneinander zu lernen und somit für das spätere Leben gewappnet zu sein. Die Gefahr ist nämlich, dass in geschlechtsspezifischen Gruppen/Verbänden die Vorurteile auf das jeweils andere Geschlecht geschürt werden. Auch die Tatsache, dass unsere Gesellschaft keine Trennung kennt, macht es für Kinder aus diesen Gruppen/Verbänden nicht leichter - denn der angeblich geschützte Raum einer reinen Mädchen/Jungengruppe existiert nirgends (in den wenigsten Schulen, in keinem Studium, an keinem Arbeitsplatz, in keiner Familie)! Um die dennoch nötigen spezifischen Themen zu behandeln gibt es dann auch meist - in den Verbänden mit beiden Geschlechtern - genug Möglichkeiten echte Mädchen- und Frauenarbeit bzw. Jungen- und Männerarbeit zu machen.

Fazit: Ich bin für eine komplette Umgestaltung des Artikels. Die Geschichte der getrennten Jugendarbeit, der Umgestaltung in den 70ern und 80ern mit einer Begründung und evtl. Auflistung der Verbände, die Koedukation haben und eben nicht. Auch die Vor- und Nachteile sollten beleuchtet werden. Die pädagogischen und gesellschaftlichen Konsequenzen müssen beleuchtet werden, wie auch Ansätze vorhandender Frauen- und Männerarbeit. Auch die unterschiedlichen Formen verdienen einen Blick: es gibt nämlich Verbände (z.B. in Ungarn), die haben eine halbe Trennung; beide Geschlechter bilden eine Gruppe, aber die Kleingruppen arbeiten geschlechtsgetrennt. Die Problematik mit der Leitung gibt es auch in koedukativen Verbänden. Denn selbst wenn Jungs und Mädchen gemeinsam in einer Gruppe sein dürften, heißt das noch lange nicht, das dies auch der Fall ist. Ich kenne Stämme, da dominiert in einer Altersstufe ein Geschlecht. Muss ich meinen Leiter deswegen rauswerfen? Oder ist es bei einer Gruppenstunde kein Problem, aber bei einem Lager? Und was ist mit den geschlechtsspezifischen Themen? Wenn bei einer Mädchendominierten Gruppe nur männliche Leiter vorhanden sind und ein Mädchen das erste Mal seine Menstruation bekommt? Und so weiter, und so fort... Ich finde, dies alles müsste in einen Artikel hinein. --CD 08:48, 18. Dez 2006 (CET)