Zeltboden

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Ein Zeltboden ist eine Kunststoffplane, die in einem Zelt den Bodenbereich bedeckt.

Typen

Generell lassen sich bei den Bodenbelägen in Zelten 3 Konzepte unterscheiden: Fest mit dem Zelt verbundene, eingenähte Bodenplanen, lose eingelegte Bodenplanen und persönliche Unterlagen. Die unterschiedlichen Varianten haben alle gewisse Vor- und Nachteile, die bei der Planung von Hajk, Fahrt oder Zeltlager zu bedenken sind.

Eingenähte Zeltböden

Vor allem im Bereich der Weißzelte und bei Iglu- und Hauszelten sind fest eingenähte Böden bekannt. Fest eingenähte Böden haben den Vorteil, dass auf Untergrund laufendes Wasser nicht in das Zelt eindringen kann, sondern unter dem Zelt weiterläuft. Dieses Konzept wird oft bei Zelten für jünger Kinder und Wölflinge favorisiert, da eine höhere Sicherheit bei der Trockenheit des Zeltes gegeben ist. Ein Nachteil bildet das höhere Gewicht solcher Zelte, die dadurch eindeutig nicht für Wanderungen geeignet sind.

Techniktipps

Bei fest eingenähten Böden gibt es oft für Innenstangen verstärkte Bereiche. Diese sollten auf jeden Fall beachtet/genutzt werden, um die ansonsten meist dünnere Plane nicht zu beschädigen. Liegt eine Naht zwischen Zeltseitenwand und Bodenplane auf dem Untergrund auf, besteht die Gefahr, dass an dieser Stelle Wasser eintritt. Daher ist darauf zu achten, dass der Zeltboden richtig gestrafft ist und eine Wanne bildet.

Lose Zeltböden

Lose, eingelegte Zeltböden sind vor allem im Bereich größerer Weißzelte und bei Schwarzzelten bekannt. Für die meisten dieser Zelttypen erden im Handel spezielle, passende Bodenplanen angeboten, die die Zeltform optimal unterstützen. Andere Möglichkeiten bieten selbst zugeschnittene Bodenplanen aus z.B. Teichfolie, Baumarktfolien oder (alten) LKW-Planen. Bei der Selbsterstellung ist darauf zu achten, keine Strukturierten Planen zu verwenden, da diese in der Regel nicht dicht sind und unter Druck (z.B. von der aufliegenden Schlafstelle) leicht Wasser hindurch tritt. Solche Zeltböden eignen sich besonders dazu, den Untergrund bei längerer Standzeit eines Zeltes ohne eingenähtem Boden abzudecken, so dass Grasfäulnis nicht ins Zelt eindringt. Bodenplanen sind oft zu schwer, um sie auf einen Hajk/eine Fahrt mitzunehmen.

Techniktipps

Sofern das Zelt über Erdstreifen verfügt (bei Kohten und Jurten können solche separaten Streifen angeknöpft werden), werden diese nach innen in das Zelt gezogen. Die Bodenplane wird dann auf den Erdstreifen aufgelegt. Bei Innengestängen ist darauf zu achten, dass diese eine Unterlage erhalten, die verhindert, das die Stangen Löcher in die Plane drücken. Unter Umständen empfiehlt es sich, Stangen in Töpfe zu stellen, damit das an ihnen möglicherweise herunter laufende Regenwasser sich nicht auf der Bodenplane verteilen kann. Die Regensicherheit kann auch dadurch verbessert werden, indem die Bodenplane an den Rändern hochgelegt/gesteckt oder etwas eingerollt wird, so dass Wasser nicht auf die Plane laufen kann.

Persönliche Unterlagen

Gerade auf Fahrt oder Hajk wird leichtes Gepäck bevorzugt. Kommen hierbei Schwarzzeltbahnen zum Einsatz wird gerade bei schlechtem Wetter ein Bodenbelag benötigt. Dieser lässt sich durch eine persönliche, kleine Plane, oder einen Poncho umsetzen, der sowieso zur persönlichen Ausrüstung gehören sollte. Im bündischen kommen oft auch (Schaf-)Felle als Unterlage zum Einsatz.

Techniktipps

Der Poncho/die Plane schützt in der Regel nur die Liegefläche mit Schlafsack, um diese für kürzere Zeiten (in der Regel ein bis zwei Nächte) trocken zu halten. Bei längerem Aufenthalt ist es notwendig, das Zelt bzw. die Unterlage öfter umzusetzen, um ein gesundes Innenraumklima ohne Grasfäulnis und Schimmel zu bewahren.